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INFORMATION GALAPAGOS

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER GALAPAGOS

Die Galapagos-Inseln befinden sich im Pazifischen Ozean, etwa 1.000 km westlich der ecuadorianischen Küste, und am Äquator. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und sitzen an der Nahtstelle der tektonischen Platten Nazca und Cocos. 13 größere und 16 kleine Inseln sowie 47 Felsen, mit einer Gesamtbevölkerung von 16.109 Einwohnern bilden diese einmalige Inselgruppe, wo ein einzigartige Ökosysteme aus ungewöhnlicher Flora und Fauna koexistieren.

ALLGEMEINE INFOS
Galapagos bietet ein spektakuläres Feld an Tier- und Pflanzenarten, von denen viele nirgends sonst auf der Welt zu finden sind. Pinguine, Meerechsen, Seelöwen, Goldrochen, Mantas und Schildkröten sind nur ein Bruchteil der Meerestiere, die man auf Seymour, Santiago, Santa Cruz, Darwin und Wolf sehen kann. Es gibt auch Delfine, Grindwale und Haie. Die felsigen Inseln sind ein Magnet für Hunderte von Galapagos-, Weißspitzen- und Hammerhaien. Auch Walhaie werden regelmäßig gesichtet, ebenso wie Riesenschildkröten, Blaufußtölpel und Flamingos.

Klima
Das Klima der Inseln wird beeinflusst von ihrer Lage am Äquator, dem kalten Humboldtstrom aus der Antarktis, dem jährlichen El- Niño- Phänomen und den Bergen auf den größeren Inseln, die die Feuchtigkeit der vorherrschenden Ozeanwinde einfangen. Trotzdem sind die Inseln sehr trocken aufgrund des harten, undurchlässigen Basalts und der Äquatorhitze.

Juni bis November: Die Temperatur reicht von ca. 17ºC bis 27ºC. Zu dieser Zeit ist es in fast ganz Ecuador und Galapagos kühler und trockener. Die beste Reisezeit für das ecuadorianische Festland.

Auf Galapagos treten of starke Südwest-Winde zwischen Juli und Oktober auf. Raue See besonders im September und Oktober. Etwas Nebel und Dunst.

Wassertemperaturen: Dezember bis Mai durchschnittlich 24ºC; am wärmsten und ideal zum Tauchen von Februar bis April. Juni bis November durchschnittlich 21ºC. Am kühlsten im August und September.

Empfehlungen
Kleidung: Wir empfehlen lockere, bequeme Kleidung. Sie sollten zwei Paar Turnschuhe für bequemes Laufen mitbringen, Shorts, leichte T-Shrits und langärmlige Shirts, eine leichte Jacke oder Wind-Breaker für den Abend. Einen Hut, Sonnenbrille und Sunblocker.

Gepäck: Limit von 20 kg pro Person. Alle zusätzlichen Gepäckstücke können in Ihrem Hotel in Quito oder Guayaquil deponiert werden.
 
Die Kultur der Galapagos-Inseln
Ecuadorianische und ausländische Wissenschaftler arbeiten ständig in Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz an Forschungs- und Entwicklungsprojekten zur Erhaltung der Reptilien, Vögel und Pflanzen. Die Charles-Darwin-Forschungsstation, eröffnet 1959, führt Bildungsprojekte durch, die dem Galapagos-Nationalpark dienen sollen. Die Hauptpgrogramme der Station konzentrieren sich auf die Erhaltung der natürlichen Ressourcen und den Schutz der Flora und Fauna der Gegend, darunter Programme zur Überwachung der Gewinnung natürlicher Ressourcen. 

Andere Programme der Station beziehen sich auf umwelterzieherische Maßnahmen, Meeresressourcen und marine Landwirtschaft, hauptsächlich durch Kontrolle und Überwachung. Das Ziel des Zentrums ist es, den empfindlichen Lebensraum der Region zu erhalten, während es Touristen erlaubt ist, die einzigartigen und endemischen Arten dieses Reservats zu erleben, welches im 19. Jh. Heimat für Piraten und Seeräuber auf der Suche nach Nahrung, Wasser und Schutz war.

Geschützte Areale
Die Galapagos-Inseln bestehen aus vielen Inseln, auf denen Touristen das ursprüngliche Stadium des komplexen, sich ständig fortentwickelnden Ökosystems wahrnehmen und erkunden können, das Galapagos so berühmt gemacht hat. Auf der Insel Floreana können Sie z. B. die Postbucht, den Schwarzen Strand, Flamingo-Lagune, Kormoran-Punkt oder die Piratenhöhlen besuchen. Es gibt auch Tauchreviere, wie beispielsweise La Corona del Diablo. Auf Genovesa sind besonders die Fregattvögel, Pelzrobben, Merrechsen, Rotfuß- und Maskentölpel hervorzuheben. Auf Fernandina leben Seelöwen, Iguanas, Pelikane, Pinguine und Kormorane. Auf Española kann man den Blaufußtölpeln bei ihrem Tanz zusehen oder die Albatrosse bei der Balz beobachten.

Andere sehenswerte Punkte auf Galapagos sind El Géiser, El Soplador und Cucubes, die alle Heimat einer Vielzahl  exotischer und seltener Vögeln sind. Santiago ist bekannt als einer der besten Punkte zum Tauchen und auch für die Möglichkeit, zwischen Lavaformationen den ganzen Weg bis zur kegelförmigen Vulkanspitze von Bartolome zu laufen. Im Norden von Seymour leben Kolonien von Fregattvögeln, Seelöwen und Blaufußtölpeln. Die Plazas-Inseln sind ein wichtiger Lebensraum für Seelöwen, Iguanas, Kakteen und Seemöwen. Santa Fe ist eine Bucht umgeben von Wäldern aus Riesenkakteen, von Seelöwen, Sperbern und Iguanas. Isabela beherbergt eine Schildkröten-Aufzuchtstation und weist konstante vulkanische Aktivität auf. Im Jahr 1998, nach zwanzigjähriger Aktivität, brach der Vulkan Cerro Azul plötzlich aus.

Sport- und Abenteuertourismus
In einigen Gegenden des Galapagos-Marine-Reservats kann man am Tiefsee- oder Flachwassertauchen teilnehmen und so in direkten Kontakt mit den beeindruckenden Meeresbewohnern kommen: Korallenriffe, Wale, Walhaie, Hammerhaie, Stechrochen, Mantarochen, Schwertfische, Schildkröten und viele andere. In der Tiefe des Ozeans herrschen starke Meeresströmungen vor, und das beeindruckende Lavagestein sollte kein Taucher verpassen. Andere Meeresbiotope sind aus felsigem Grund, vertikalen Wänden und Mangroven geformt. Die Region ist regelmäßig betroffen von Naturphänomenen wie Kaltwasserströmungen und dem El-Niño-Effekt.
 
Das Galapagos-Marina-Reservat umfasst über 130.000 Quadratkilomenter. Tauchen innerhalb des Archipels ist eines der größten Abenteuer überhaupt. Die Region gilt als eine der sieben bedeutendsten Tauchreviere der Welt. Inseln wie Santiago, Bartolome und Floreana (Teufelskrone) versprechen exzellentes Tauchen. Eine der interessantesten Touren führt durch die Lavaformationen der Insel Santiago.

Der Reichtum unseres Unterwasserlebens beruht hauptsächlich auf Kaltwasserströmen aus der Tiefe, die Nährstoffe mit sich führen. Die Artenvielfalt ist der Lage von Galapagos an der Kreuzung der größten ostpazifischen Stöme zu verdanken, wo tropisches und lauwarmes Wasser aufeinander trifft, was Tieren des gesamten Pazifik und einiger Teile des Indo-Pazifiks erlaubt, hierher zu gelangen.

INSELBESCHREIBUNG
BALTRA
24km² Fläche und 100 m über der Meeresoberfläche. Relativ flach, mit trockener Vegetation und Heimat von Landechsen. Die Militärbasis der USA aus 1942 wurde 1958 an Ecuador zurückgegeben und wird nach dem Neubau noch immer als militäre Flugbasis der ecuadorianischen Regierung genutzt. Sie unterstützt den Touristentransport im Archipel und beherbergt den Hauptflughafen des Archipels. Das Innere der Insel darf nicht besucht werden, mit Ausnahme der Flughafenanlage.

BARTOLOME
Westlich der Insel Santiago. Ihre Fläche beträgt 1,2 km2, ihre Höhe 114 m über dem Meeresspiegel. Es ist eine sehr junge Insel. Sie weist verschiedene Farben auf, was von ihren unterschiedlichen Lavasorten und Altersstufen abhängt. Aber natürlich ist es viel interessanter, auf der Insel zu sein, als sie von oben zu bewundern. Immerhin gibt es hier und auf Santiago Hunderte von Kratern. Ein schmaler Kanal trennt die beiden Inseln voneinander.

Bartolome besitzt kaum Vegetation, und die existierende besteht hauptsächlich aus Lavakakteen. Jedoch gibt es auch endemische Arten der Galapagos-Inseln. Bartolome ist ein exzellenter Ort, um Bilder der natürlichen Skulpturen zu machen, die aus Meeres- und Winderosion entstanden sind. Es ist außerdem ein sicherer Platz, um beim Schnorcheln Pinguine und Fische zu beobachten. Die Strände eignen sich besonders gut zum Ausspannen und Sonnenbaden. An anderer Stelle auf der Insel kann man, ohne ins Wasser zu gehen, Haie, Mantas, Meeresschildkröten und andere Tiere sehen. Auf Bartolome gibt es zwei Ankunftsstellen: per trockener Landung mit Zugang zum höchsten Teil der Insel, und per nasser Landung mit Zugang zum Südwesten und Nordwesten der Insel.

GENOVESA - Tower
Diese abseits gelegene Insel befindet sich im nordöstlichen Teil des Archipels. Viele Kreuzfahrten schließen sie aufgrund der Entfernung (mind. 8 Std. Fahrt je Strecke) nicht mit ein. Wenn Sie jedoch Zeit haben und ein Vogelliebhaber sind, ist diese Insel definitiv ein Muss. Sie ist der beste Ort des ganzen Archipels zur Beobachtung von Rotfußtölpel-Kolonien, und beheimatet außerdem Seelöwen und Pelzrobben.

Bei Überqueren des Äquators auf dem Weg nach Genovesa veranstalten viele Kreuzfahrtschiffe "Äquator-Taufe" für Passagiere, die diese Linie noch nie auf See überquert haben. Darwin Bay, an der Südküste, ist fast vollständig von Land umschlossen und umgeben von hohen Klippen. Das Wasser ist voll von mikroskopischem Leben und erscheint daher wie grüne Erbsensuppe. Beide Besucherzonen befinden sich an dieser Bucht.

Prince Philip's Steps (El Barranco) ist ein außergewöhnlicher, steiler Pfad, der durch eine Seevögel-Kolonie voller Leben auf die 25m hohen Klippen führt. Von der Spitze aus führt der Pfad weiter ins Inland, vorbei an weiteren Seevögel- Kolonien und durch einen Palo- Santo-Wald. Beim Verlassen des Waldes kann man die felsige Ebene überschauen. Auf den Klippen sieht man Masken- und Rotfußtölpel, Fregattvögel, Schwalbenschwanzmöwen, Tropikvögel und hunderte von Sturmschwalben. Die Sturmschwalben hier unterscheiden sich von allen anderen auf der Erde, da sie tagsüber umherfliegen. Um sich von Angreifern zu schützen, kehren sie nur nachts in ihre Nesthöhlen zurück.

Der Strand von Darwin Bay ist ein Korallenstrand. Von hier aus führt ein 750m langer Pfad durch weitere Kolonien von Seevögeln. Man bekommt die Klippen von der seewärtigen Seite zu sehen, die eine große Kolonie von Rotfußtölpeln beherbergt. Der Rotfußtölpel ist die kleinste Art der Tölpel und der einzige, der zum Schutz vor Angreifern ein Nest in den Bäumen oder auf den Klippen baut.

Genovesa bietet außerdem großartige Schnorchelmöglichkeiten, auch wenn das Wasser recht dunkel ist. In der Nähe des Strandes und der Klippen ist die Sicht besser. Dank ihrer reichhaltigen Nahrungsquellen ist die Bucht oft voll von Meeresechsen und Hammerhaien. 

ISABELA - Albemarle
Isabela ist die größte Insel des Archipels und nimmt ca. 60% der Landfläche von Galapagos ein. Sie ist aus den Vulkanen Cerro Azul, Sierra Negra (Santa Tomás), Alcedo, Darwin, Wolf und Ecuador gebildet, die zu einer Insel zusammenschmolzen. Alle außer dem schon älteren Volcán Ecuador sind noch heute aktiv. Obwohl Isabela einige Besucherorte besitzt, wird sie nicht oft von Touristen besucht. Die meisten Landungsstellen liegen an der Westküste, und nur größere Schiffe unternehmen diese lange Reise, oder diese Stellen werden auf längeren Touren angefahren.

Der kleine Hafen Puerto Villamil (ca. 3.000 Einwohner) ist die Hauptsiedlung der Insel. Dieses Städtchen stellt eine gute Basis für einen längeren Aufenthalt auf Isabela dar. Hier ist der beste Ort, um sich ein Boot zu mieten (was notwendig ist, wenn man die Insel kennen lernen möchte, da sie nicht auf dem Landweg durchquert werden kann). Die Umgebung bietet wundervolle Strände, und zur Laguna de Villamil ist es ein 20-minütiger Fußmarsch. Dies ist der bevorzugte Platz der gesamten Inseln für Vogelbeobachter. Flamingos können hier gesichtet werden, ebenso wie etwa zwanzig verschiedene Arten von Wattvögeln.

Wer Berge mag, kann auch den Volcán Sierra Negra (1.490m) von Puerto Villamil aus besteigen. Ein Minibus bringt Sie hinauf zum Dorf Santo Tomás (20km), von wo aus man zu Fuß oder zu Pferde zum Rand des Vulkans hinaufsteigen können (9km). Hier oben bietet sich ein beeindruckender Blick auf den 10km breiten Krater. Ein Pfad führt zu aktiven Fumarolen. Diese Region wird bewohnt von Kurzohreulen, Finken, Fliegenschnäppern und Galapagos-Bussarden.

Einige der meistbesuchten Punkte der Insel sind: Punta Moreno, Bahia Elizabeth, Urbina Bay und Tagus Cove.

FERNANDINA - Narborough
Die jüngste der Galapagos-Inseln, Fernandina, ist ca. 700.000 Jahre alt. Ihre Lage auf der westlichen und abgelegenen Seite von Isabela macht sie zu einer der am wenigsten besuchten Inseln.

Vulkanisch ist sie noch eine der aktivsten Inseln, und alle paar Jahre können noch immer Eruptionen vorkommen, die die Landschaft und das Leben auf der Insel verändern. Im Jahr 1968 brach der Vulkan aus, woraufhin er sich innerhalb zwei Wochen um 300m senkte. Eruptionen kamen 1995 bei einem kleineren Vulkan im Südwesten der Insel vor.

Dieser ständige vulkanische Wechsel verleiht Fernandina eine einzigartige Atmosphäre. Durch das Fehlen der heimischen Pflanzen und Tiere der anderen Inseln fühlt sich der Besucher am Ende der Welt.

Fernandina ist Heimat großer Kolonien von Meerechsen, Galapagos-Pinguinenund flugunfähigen Kormoranen. 

Der Besuch von Punta Espinosa im Nordosten von Fernandina beginnt mit einer trockenen Landung. Bei geeigneten Bedingungen kann ein Dock benutzt werden, andernfalls steigt man auf vulkanisches Gestein, das sehr rutschig sein kann. Der Pfad zur Küste kann von interessanten Hindernissen belagert sein, wie Meeresechsen und Mangrovenästen. Als jüngste der Inseln bietet Fernandina Besuchern die Möglichkeit, die vulkanische Aktivität zu beobachten.

PLAZA SUR
Dies ist eine sehr kleine Insel von 0,13 km2 und 23 m Höhe über dem Meeresspiegel. Sie liegt östlich von Santa Cruz und entstand aus der Erhebung des Meeresbodens. Hier leben eine große Seelöwen-Kolonie, Land- und Meerechsen, Lavaechsen, Schwalbenschwanz-Seemöwen, Blaufuß- und Maskentölpel, Seeschwalben, Tropikvögel etc. Geringe Vegetation, jedoch unabdingbar für das Überleben der Landechsen und anderer Tiere. Die Insel ist sehr sensibel und wird streng geschützt, wie andere Inseln auch.

SANTIAGO - James
Auch bekannt als James und San Salvador, machen die zentrale Lage und die zahlreichen Landungsstellen die Insel Santiago zu einem Teil fast jeder Galapagos-Reise. Als beliebtes Ziel für Piraten und Walfänger hat Santiago eine lange Geschichte sowie einige hervorragende Möglichkeiten zu Tierbeobachtungen. Die Höhepunkte jedes Besuchs sind die Pelzrobbengrotte, die Flamingo-Lagune sowie die Chance, Galapagos-Falken und Vermilion-Fliegenschnäpper zu sehen. 

Einst reich an Vegetation, wurden in den 1880er Jahren wilde Ziegen auf der Insel ausgesetzt. Diese vermehrten sich in der üppigen Umgebung, fraßen alles und ihre Zahl stieg auf 100.000. Ihre Anwesenheit hatte starke Auswirkungen auf die Flora und Fauna der Insel. Der Nationalpark-Service, bemüht um die Ausrottung der Ziegen, konnte die Situation verbessern. Trotzdem kann man noch immer Ziegen oder Hinweise auf ihr Vorhandensein sehen.

In den 20er und in den 60er Jahren übte auch der Mensch großen Einfluss auf Santiago aus. Bei Puerto Egas wurden Salzminen installiert. Große Anstrengungen wurden unternommen, Salz aus den Kratern zu gewinnen, jedoch wurde die Unternehmung aus mangelndem Ertrag abgebrochen. Ausrüstung und Gebäude wurden hinterlassen, von denen einige sich noch heute auf der Insel befinden.

RABIDA - Jervis
Gelegen südlich von Santiago, ist Rabida eine der vulkanisch vielseitigsten Inseln der Kette. Geologisch besteht sie aus eroierten Hügeln und Lava aus den Kratern, was ihr ihre auffälligen Farben verleiht. Der Besuch beginnt mit einer nassen Landung am tiefbraun gefärbten nördlichen Strand.

Meerechsen und Seelöwen sind oft im Schatten der nahegelegenen Höhlen zu sehen. Hinter dem Strand liegt ein Salzsee, wo Braune Pelikane nisten. Rabida stellt für Besucher womöglich die einzige Gelegenheit dar, aus der Nähe Pelikane beim Nisten zu sehen. Auf den Klippen oberhalb können Blaufuß- und Maskentölpel gesichtet werden.

Dem Weg folgend, erreichen Besucher eine kleine Salzwasser-Lagune, wo Rosa Flamingos, Bahama-Enten und Stelzenvögel oft beim Fressen gesehen werden. Rabida bietet die besten Lagunen der Inseln zum Beobachten von Flamingos. Diese großen rosa oder rötlichen Vögel leben in seichten Salzwasser-Lagunen. Sie fressen 7-12 Std. am Tag hauptsächlich rote Krabbenlarven, die ihnen ihre Farbe verleihen.

FLOREANA - Charles
Etwa 4 bis 5 Std. westlich von Española und in gleichem Abstand von Santa Cruz gelegen, war diese Insel lange Zeit ein bevorzugter Ort für Besucher wie Piraten, Walfänger und frühe Siedler.

Als eine der ältesten Inseln veranschaulicht Floreana den Alterungsprozess der vulkanischen Inseln. Anders als auf den jüngeren Westinseln ist der Vulkan auf Floreana längst erloschen und in einem fortgeschrittenen Stadium der Erosion. Dieser Erosionsprozess versorgte die Insel mit Nährstoffen, die für die Erhaltung der Pflanzen wichtig sind. Die Kombination aus diesem reichhaltigen Boden und guter Wasserversorgung verlieh dem Hochland Floreanas ein abwechslungsreiches Landschaftsbild nativer und eingeführter Pflanzen. Floreana ist am besten bekannt durch ihre bunte Geschichte von Seeräubern, Walfängern, Verbrechern und Kolonisten.

1973 errichteten Britische Siedler das Postbüro, um Briefe nach und von England zu senden. Diese Tradition wurde über die Jahre hinweg fortgeführt, und sogar heute noch können Besucher Briefe ohne Briefmarken abholen und verschicken, damit sie in ferne Ziele geschickt werden. Punta Cormorant bietet zwei kontrastreiche Strände. Die Landebucht ist vulkanischen Ursprungs und besteht aus Olivin-Kristallen, was dem Strand einen grünlichen Ton gibt. Am Ende des kurzen Weges befindet sich ein Karbonstrand von extrem feinem, weißen Sand. Geformt durch die Erosion von Korallenskeletten, ist er ein Nistplatz für grüne Meeresschildkröten. 
 
SEYMOUR - Nord-Seymour
1,9km2 Fläche und 10 Meter über dem Meeresspiegel. Ebene Oberfläche, die Vegetation basiert auf Bäumen und Büschen. 

Ein schmaler 1000m langer Kanal teilt die Insel von Baltra. Gestrüpp und Büsche herrschen in Seymour vor. Fregattvögel nisten oberhalb dieser Pflanzen. Blaufußtölpel profitieren von den Bedingungen der Insel, da sie sich in den Büschen fortpflanzen. Die Seemöwen bauen ihre Nester an den Küsten, über kleinen, gut geschützten Schluchten. Meeresechsen haben ein besonderes Fressverhalten. Ihre Nahrung beschränkt sich nicht auf Algen, wie es bei anderen Echsenarten der Insel der Fall ist; sondern sie ernähren sich von der Seebatis, einer Pflanze, die hohe Salzkonzentrationen verträgt und an den Ufern wächst. Seehunde leben ebenfalls an der Küste der Insel.

SANTA CRUZ
Zweitgrößte Insel des Archipels. 986km² Fläche und bis zu 864m über dem Meeresspiegel. Zentrum der Inselgruppe und eine der fünf meistbewohnten. Der größte Teil der Bevölkerung lebt im Bezirk Puerto Ayora und in der Kommune Bella Vista. Puerto Ayora beherbergt die Charles-Darwin-Forschungsstation. Hier findet man die größte Bevölkerung der Provinz, und auch viele Touristen halten sich hier auf; es ist der meist angelaufene Hafen.

Die Bemühungen der Institutionen ECCHD und SPNG spiegeln sich in ihren Programmen zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Tiere wider. So gibt es Programme zum Schutz der Schildkröten und Landechsen auf der Van-Stralen-Touristenempfangsstation. Zwischen acht und dreizehn Arten von Darwinfinken, Tauben, Eulen, Fojas, Kuckucks und Wasservögel findet man auf der Insel, verteilt auf verschiedene Vegetationszonen von der Küste bis ins Hochland.

SAN CRISTOBAL
San Cristobal oder Chatham, die östlichste Insel von Galapagos, ist auch eine der ältesten. Eroierte Vulkankegel im Norden der Insel und eine üppige Vegetation im Süden charakterisieren die Insel. Puerto Baquerizo Moreno ist der größte Ort und Hauptstadt der Provinz, sowie die zweitgrößte Siedlung der Inselgruppe.

Als Standort eines der beiden Flughäfen der Galapagos-Inseln ist San Cristobal auch Ausgangs- und Endpunkt vieler Reisen. Mit ihrer relativ guten Infrastruktur, einschließlich Hotels, Restaurants, Bussen, Taxis und Besucherinformation, gilt sie als die einfachste Insel für Touristen, die Galapagos auf eigene Faust erkunden möchten. 

Der Fregattvogel-Hügel, einen leichten Marsch von der Stadt entfernt, bietet fantastische Ausblicke. Das Hochland von San Cristobal ist übersät von Farmen, der ersten Siedlung El Progreso und El Junco, dem einzigen Süßwassersee auf Galapagos.

Rotfuß-, Blaufuß- und Maskentölpel haben die Ostseite der Insel Punta Pitt zu ihrer Heimat gemacht. Einen 2-stündigen Marsch entlang der Küste von Punta Pitt kann man wilde Riesenschildkröten in La Galapaguera sehen.

Fahren Sie hinaus zum spektakulären Kicker Rock oder Leon Dormido, den schroffen Überresten eines alten Tuffsteinkegels, dessen Flanken von Seevögeln bedeckt sind.

ESPAÑOLA - Hood
Etwa 10-12 Stunden von Santa Cruz entfernt liegt Española, die älteste und südlichste Insel der Kette. Die Fahrt über das offene Wasser kann ziemlich rau werden, besonders zwischen August und September.

Die abgelegene Lage Españolas machte die Insel zu einem einzigartigen Juwel mit einer großen Anzahl endemischer Kreaturen. Von den anderen Inseln abgeschirmt, hat sich das Leben auf Española den Umweltbedingungen und den natürlichen Ressourcen angepasst. Die Meerechsen auf Española sind die einzigen, die während der Brutzeit ihre Farbe wechseln. Normalerweise sind Meerechsen schwarz, eine Tarnung, die es Angreifern schwer macht, sie von den schwarzen Lavafelsen, auf denen sie leben, zu unterscheiden. Auf Española sind ausgewachsene Meerechsen auffallend rötlich gefärbt, außer in der Brunstzeit, wenn ihre Farbe einen eher grünlichen Ton annimmt. 

Die Española- Spottdrossel ist ebenfalls endemisch für die Insel. Diese vorlauten Vögel haben keine Angst vor dem Menschen und landen regelmäßig auf den Köpfen oder Schultern der Besucher auf der Suche nach Nahrung. Die Española- Spottdrossel unterscheidet sich von anderen Spottdrosseln auf Galapagos; ihr Schnabel ist länger und hat eine stärker gebogene Form. Die Española-Spottdrossel ist als einzige ein Fleischfresser, der sich von Insekten, Schildkrötenjungen und der Plazenta von Seelöwen ernährt.

Das Tierleben ist das Highlight von Española, und die Krönung stellt der Albatros dar. Die steilen Küsten der Insel dienen diesen großen Vögeln als perfekte Startbahn. Sie verlassen die Insel zwischen Januar und März, um zu ihren Meeresfutterplätzen nahe dem Festland von Ecuador und Peru zu fliegen. Als bekanntermaßen endemische Art, ist Española der einzige Nistplatz für den Galapagos-Albatros.

Gardner Bay ist ein beliebtes Ziel zum Schwimmen und Schnorcheln und bietet außerdem einen traumhaften Strand. Punta Suarez ist einer der Höhepunkte der Galapagos-Inseln. Die Vielfalt und der Artenreichtum des Tierlebens garantiert einen unvergesslichen Besuch. Besucher finden nomadische, einheimische und endemische Tiere, darunter hell gefärbte Meerechsen, Española-Lavaechsen, Spottdrosseln, Schwalbenschwanzmöwen, Blaufuß- und Maskentölpel, Galapagos-Falken, mehrere Arten von Finken sowie den Albatros.

SANTA FE - Barrington
Im Süden des Archipels zwischen Santa Cruz und San Cristobal. 24km² Fläche und 259m über dem Meeresspiegel. Es gibt nur einen sicheren Hafen im Nordosten der Insel. Dies ist der einzige Besuchsort, mit einer schönen Bucht, durch natürliche Felsformationen vor den Wellen geschützt. Die Insel hat zwei kleine Strände, die von Seelöwen belagert sind. Ein guter Teil der Insel eignet sich zum Schnorcheln, da Weißflossenhaie, Mantas, Meeresschildkröten und verschiedene Fische aller Arten und Größen gesehen werden können. 

Egal von welchem Strand aus gibt es zwei Rundwege: Einer führt in das Hochland der Insel und zurück zum Ausgangsort, während der andere der Küste folgt, dann ins Landesinnere und zurück zum Strand führt. Auf dem ersten Rundweg kann man vom höchsten Punkt die schönsten Aussichten auf die Bucht genießen. Außerdem sieht man eine beachtliche Anzahl an Kakteen, die Nahrungsquelle der Landechsen (eine endemische Art auf Santa Fe). Auf dem zweiten Rundweg findet man die gleichen Echsen in einem großen Kakteenwald. Auch Meeresechsen, Darwin-Finken, Fliegenschnäpper, Falken etc. können hier gesehen werden.
 
AKTIVITÄTEN IN GALAPAGOS NACH MONATEN
Januar
• Beginn der Regenzeit
• Landvögel beginnen mit dem Nestbau nach dem ersten Regen
• Auf der Insel Española färben sich die erwachsenen Meeresechsen (grün/ rot/ schwarz)
• Die grünen Meeresschildkröten kommen and die Strände um Eier zu legen
• Auf Isabela beginnt die Paarungszeit der Landechsen
• Wasser- und Lufttemperaturen steigen an und bleiben bis Juni warm
• Ideale Zeit zum Schnorcheln

Februar
• Auf Floreana beginnen die Flamingos mit dem Nestbau
• Enten fangen an zu brüten
• Maskentölpel auf Española beenden ihren Nestbau
• Nestbau der Meeresechsen auf Santa Cruz
• Die höchste Wassertemperatur von bis zu 25C. Diese Temperatur hält sich bis April
• Sehr wenige Pinguine werden in Bartolome gesichtet (die meisten folgen den kalten Strömen in den Westen)
• Nestbau der Galapagos Taube

März
• Höhepunkt der Regenzeit
• Viel Sonne und heiße Tage, die Temperatur steigt bis auf 30C. Hohe Luftfeuchtigkeit
• Meeresechsen bauen Nester in Fernandina
• 21. März Beginn des Sommers und Ankunft der Albatrosse in Española.
• Sogar in den westlichen Inseln ist das Wasser warm und die Schnorchelbedingungen sind exzellent. Punta Vicente Roca (Isabela) ist ein erstaunlicher Platz. Die Pinguine sind noch aktiv und neben tropischen Fischen zu sehen.
• An den Nordküsten treten starke Strömungen in den Tiefen auf. Nasse Landungen in Puerto Egas, Gardner Bay und Bartolome können schwierig sein

April
• Massive Ankunft von Albatrossen in Española. Balzverhalten beginnt.
• Ende des Ausbrütens der Rießenschildkröten
• Junge der Grünen Meeresschildkröte beginnen zu schlüpfen
• Junge der Landechsen schlüpfen auf Isabela
• Ende der Regenzeit, grüne Umgebung
• Gute Sicht für Schnorchler
• Zusammen mit Mai die beste Jahreszeit in Galapagos (Wetter, Tiere, Wassertemperatur)

Mai
• Balzverhalten der Blaufußtölpel in Nord Seymour
• Meeresschildkröten brüten noch aus in Gardner Bay, Punta Cormorant, und Puerto Egas
• Junge der Meeresechsen schlüpfen in Santa Cruz
• Palo Santo Bäume werfen ihr Laub
• Albatrosse in Española legen Eier
• Sturmschwalben beginnen den Nestbau
 
Juni
• Riesenschildkröten auf Santa Cruz kommen vom Hochland in das Flachland um Nistplätze zu finden
• Beginn des Nestbaus der Riesenschildkröten
• Südöstliche Winde kommen zurück. Meeresströmungen und Wellen werden stärker
• Viele rote Halssäcke der Großen Fregattvögel auf sind Nord Seymour zu sehen.
• Zugvögel kommen an Galapagos auf ihrer Reise in den Norden vorbei
• Buckelwale, die an die Küsten des ecuadorianischen Festlands reisen, kommen an Galapagos vorbei

Juli
• Brutphase der Meeresvögel, speziell der Blaufußtölpel auf Española. Kormorane zeigen Balzverhalten und beginnen mit dem Nestbau in Fernandina.
• An den Küsten von Puerto Egas (Santiago Island) können Sie Austernfischer beim Nestbau beobachten
• Warane beginnen mit ihrem Brunftzeit bis November
• Wale und Delphine können häufig gesichtet werden, vor allem an der Westküste von Isabela
• Der beste Monat um die 4 Nestphasen der Blaufußtölpel zu beobachten: Eier, frisch Geschlüpfte, Junge, Jugendliche.
• Wassertemperatur erreicht nicht mehr als 21°C

August
• Galapagos Adler umwerben sich auf Española und Santiago
• Maskentölpel und Gabelschwanzmöven nisten auf Genovesa
• Die Temperatur des Ozeans fällt auf 18°C
• Zugvögel erreichen die Inseln und bleiben bis März
• Riesenschildkröten kehren in das Hochland von Santa Cruz zurück.
• Raue See, stärkste Strömungen und Wellen an den West- und Südküsten
• Junge Seelöwen werden geboren, hauptsächlich in den westlichen und zentralen Inseln

September
• Höhepunkt der kalten Jahreszeit
• Geringe Lufttemperaturen (bis zu 19°C)
• Galapagos Pinguine sind aktiv in Bartolome, sehr gut zu sehen für Schnorchler•
• Die meisten Arten an Vögeln sind noch am Ausbrüten

Oktober
• Fischreiher sind in der Nestphase bis März
• Galapagos Pelz-Seelöwen beginnen die Brunftzeit
• Blaufußtölpel ziehen die Jungen auf, besonders auf Española und Punta Vicente Roca (Isabela) .
• Riesenschildkröten legen noch Eier
• Tage sind nicht immer sonnig. Besonders in den westlichen Inseln ist der Himmel am Morgen für einige Stunden bedeckt
• Berge in den westlichen Inseln sind frei aber Küstennebel ist zu erwarten

November
• Seelöwen gebären noch immer Jungtiere
• Seelöwen sind in der Paarungsphase in den östlichen Inseln
• Quallen können an den Inseln gesichtet werden. Einige stranden auch an Flour Beach in Floreana.
• Strumschwalben beginnen die zweite Nestperiode
• Das Meer ist ruhig, Südöstliche Winde sind nicht mehr so stark. Wassertemperaturen steigen langsam.
• Sehr gute Wetterbedingungen
• Gute Sicht für Schnorchler
• Junge Seelöwen (die meisten sind 3-4 Monate alt) spielen im Wasser und schwimmen mit Schnorchlern

Dezember
• Riesenschildkröten schlüpfen aus den Eiern, dies hält an bis April
• Grüne Meeresschildkröten sind in der Brunftzeit
• Regenzeit beginnt, Bäume in der Trockenzone bekommen Blätter
• Junge Albatrosse werden flügge
• Großartige Klimabedingungen



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